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Notfall

Was tun im Notfall?

Serotonin-Syndrom

Das Serotonin-Syndrom ist ein Komplex aus Krankheitszeichen (Symptome), die durch eine Anhäufung des Gewebshormons und Neurotransmitters Serotonin oder Serotonin-ähnlich wirkender Substanzen in Teilen des Körpers hervorgerufen wird. Charakteristisch für dieses Syndrom sind autonome, neuromotorische und kognitive Störungen sowie Verhaltensveränderungen. Es schließt Symptome wie Veränderungen der psychischen Verfassung, Ruhelosigkeit, rasche unwillkürliche Muskelzuckungen, gesteigerte Reflexbereitschaft, Schwitzen, Anstieg der Körpertemperatur, Schüttelfrost und Tremor ein. Das Serotonin-Syndrom ist häufig eine Folge einer Arzneimittelwechselwirkung zwischen verschiedenen Arzneimitteln, die zu einer Erhöhung der Serotoninaktivität führen, und kann insbesondere bei einer kombinierten Anwendung von serotonergen Arzneistoffen mit MAO-Hemmern beobachtet werden. Auch die Überdosierung und/oder der Mischkonsum von verschiedenen psychoaktiven Substanzen (wie z. B. MDMA, Kokain, Amphetamin etc.) kann ein Serotonin-Syndrom auslösen.

Mehr Infos zum Serotonin-Syndroms

Bei Anzeichen eines Serotonin-Syndroms ist rasch ärztliche Hilfe beizuziehen!

Hitzeschlag

roter, heisser Kopf und heisse Haut
rasender Puls
Übelkeit
Kopfweh

Person braucht Ruhe und frische Luft. Beim Lagern sollte der Kopf angehoben sein. Person nie allein lassen. Vitamin- oder mineralhaltige Getränke verabreichen, wenn die Person ansprechbar ist. Beruhigend auf sie eingehen. Die Sanität über eingenommene Substanzen informieren, sofern bekannt.

Horrortrips, Panikanfälle, Angstzustände

Nie allein lassen und Person beruhigen. Händchen halten und ein beruhigendes Gespräch führen bringt sehr viel. Frische Luft und Wasser trinken ist sehr wichtig. Wenn sich der Zustand nicht bessert, Sanität benachrichtigen.

Unregelmässiger Atem, bewusstlos, schwacher Puls, gibt keine Antwort

Umgehend Sanität rufen oder Tel. 144 anrufen, auch bei Bewusstlosigkeit die Person zum Atmen, Sprechen, Augen öffnen usw. sanft auffordern. Reize vermitteln (Hände drücken, Kneifen usw.).

Bei Bewusstlosigkeit

Hilfe anfordern, Sanität rufen oder Tel. 144 anrufen. Puls und Atmung kontrollieren, Person in Seitenlage bringen.

Atemstillstand

kein Heben und Senken des Brustkorbs wahrnehmbar.
keine Atmung fühlbar an Nase und Mund.
blaue Lippen, bleichblaue Haut, blau unter den Fingernägeln.

Hilfe anfordern, Sanität rufen oder Tel. 144 anrufen.

Danach ABC (Atemwege frei machen, Beatmen, Circulation)

Richtig Feiern

Vermeide das Mischen von mehreren Substanzen.

Psychoaktive Substanzen brauchen unterschiedlich lange, bis sie eine Wirkung entfalten. Warte deshalb mindestens 2 Stunden ab, und lege nicht gleich nach (auch keinen Alkohol).

Teste immer erst eine kleine Menge der Substanz an.

Nutze wenn möglich Drug Checking-Angebote.

Tanke an der Party regelmässig frische Luft.

Trinke stündlich 3-5 dl Wasser. Bei sehr hohen Temperaturen noch mehr!

Plane genug Zeit zum Ausruhen ein. Auch nach dem Rausch sind Ruhe und Entspannung sehr wichtig. Gesunde Ernährung und Vitamine stärken deine Abwehrkräfte und regenerieren deinen Körper.

Sex nur mit Kondom!

Wenn du etwas konsumiert hast: Hände weg vom Steuer!

Konsumiere nicht allein und achte auf deine Freunde und Freundinnen. Lass bei Problemen niemanden allein und rufe notfalls die Sanität.

Legal heisst nicht ungefährlich. Legale Substanzen (Smart Drugs/Natural Drugs etc.) sind nicht harmlos und bergen genauso Gefahren wie illegale Substanzen.

Konsum, Erwerb, Besitz und Handel der meisten Drogen sind strafbar.