Substanzinfos

Amphetamin - Speed

Substanzen

Unter dem Begriff Speed wird meist eine Mischung aus Koffein und Amphetamin angeboten. Amphetamin gehört zur Gruppe der Stimulanzien.

Erscheinungsformen:
Meist weisses, beiges bis gelbliches Pulver oder Paste, selten in Kapseln abgefüllt oder in Pillenform.

Konsumformen:
Meist geschnupft oder geschluckt, seltener gespritzt.

Dosierung:
Wegen der unterschiedlichen Reinheit (der Amphetamingehalt schwankt von beinahe 0% bis fast 100%!) ist die Dosierung schwierig und die Gefahr einer Überdosierung hoch. Dosierungen mit mehr als 25mg reinem Amphetamin verstärken die negativen Effekte; eine Dosis von 50 mg/Nacht ist das Maximum, ob geschnupft oder geschluckt.

Wirkung

Die Freisetzung der körpereigenen Botenstoffe Noradrenalin und Dopamin bewirken ein Gefühl erhöhter Leistungsfähigkeit, eine Steigerung des Selbstwertgefühls, Erhöhung der Körpertemperatur, Unterdrückung von Müdigkeit, Hunger und Durst, erhöhte Risikobereitschaft, unterdrücktes Schmerzempfinden, Euphorie und einen gesteigerten Rededrang (Laberflash).

Wirkungseintritt:
Geschnupft nach 2−10 Minuten, geschluckt nach 30−45 Minuten, gespritzt bereits nach wenigen Sekunden.

Wirkdauer:

Geschnupft und geschluckt 6−12 Stunden, gespritzt 4-6 Stunden (Amphetamin wird im Körper schlecht abgebaut).

Risiken und Nebenwirkungen

Zittern, Unruhe, Übelkeit, Herzrasen und Herzrhythmusstörungen, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Nervosität, Gereiztheit, Appetitlosigkeit und aggressives Verhalten (vor allem in Kombination mit Alkohol, Gefahr einer Alkoholvergiftung). Bei hohen Dosen: Halluzinationen, Kreislaufversagen, Schlaganfälle sowie Nieren-,  Leber- und Herzversagen und Zustände tiefer Bewusstlosigkeit. Eine oft unterschätzte Gefahr ist das Ansteigen der Körpertemperatur, welche zu einer Austrocknung des Körpers führen kann. In hohen Dosen kann eine akute Amphetaminpsychose auftreten. Anzeichen dafür sind Halluzinationen in Form von Farbflecken und Zügen von Schizophrenie. Das Risiko einer solch akuten psychischen Störung erhöht sich, wenn mehrtägiger Konsum durchgeführt wird und/oder hohe Dosen eingenommen werden, sowie über längere Zeit (teilweise mehrtätig) Nahrungsaufnahme und Schlaf vernachlässigt werden. Eine solche Erfahrung normalisiert sich meist nach ausreichend Schlaf.                                                                                                                                                                                                                                                            Während und nach dem Herunterkommen: extremes Schlafbedürfnis, Erschöpfung, starkes Hungergefühl, depressive Verstimmung, Gereiztheit, etc.

Langzeitrisiken:
Es besteht die Gefahr einer Abhängigkeit mit psychischen Symptomen, besonders wenn der Konsum eine (leistungssteigernde) Funktion im Alltag (z.Bsp. Arbeit) einnimmt oder körperliche/psychische Erschöpfung mit Amphetamin bekämpft wird. Häufiger Konsum von Speed führt nicht selten zu körperlichen Mangelerscheinungen (z.Bsp. Kalziummangel; bewirkt Knochen- und Zahnprobleme) und zu psychischen Problemen wie Niedergeschlagenheit/Antriebslosigkeit. Bei regelmässigem und hochdosiertem Konsum kann es zu ständiger Unruhe (aber auch anhaltender Müdigkeit), Schlaf- und Kreislaufstörungen, sowie Angststörungen, bis hin zur anhaltenden Amphetaminpsychose mit paranoiden Wahnvorstellungen kommen. Ausserdem sind hoher Blutdruck, Herzrythmusstörungen, Gewichtsverlust, Hautentzündungen ("Speedpickel"), Magenbeschwerden sowie Leber- und Nierenschäden und Krämpfe möglich. Das Schnupfen schädigt die Nasenschleimhäute und die Nasenscheidewand (beachte dazu die Safer Sniffing-Regeln!), das Schlucken die Magenschleimhäute. Der chronische Konsum begünstigt zudem Hirnblutungen und Schlaganfälle mit plötzlichen Lähmungen.

Safer Use

Dosiere niedrig. Überlege dir vor der Einnahme, wie lange du wach sein willst! Unterdrücke nicht dein Schlafbedürfnis.

Die risikoärmste Konsumform bei Speed ist, es zu schlucken («Bömbeli»).

Iss nach dem Konsum genug, um Gewichtsverlust vorzubeugen.

Trinke viel (alkoholfreie Getränke).

Nimm bei häufigem Gebrauch Vitamin C und D sowie Mineralien (Eisen, Kalzium und Magnesium) zu dir.

Beachte die Safer-Sniffing-Regeln.

Verzichte auf Mischkonsum! Achte darauf, Konsumpausen einzulegen.

Psychisch kranke Personen, Personen mit Bluthochdruck, Leber- und Nierenerkrankungen, DiabetikerInnen und Schwangere sollten auf den Konsum von Speed verzichten.

Trage besser keine Kopfbedeckung (Überhitzungsfefahr!).

Infos zu Amphetamin Paste