Wie bereits in den Vorjahren bleibt der Anteil von Amphetaminproben mit sehr hohen Wirkstoffgehalten auf einem hohen Niveau

2025 wurden im Drogeninformationszentrum (DIZ) Zürich und bei zehn mobilen Drug Checkings insgesamt 340 als Amphetamin deklarierte Proben zur Analyse abgegeben. 306 dieser Proben wurden im Rahmen des ambulanten, 34 im Rahmen der mobilen Drug Checkings abgegeben.

Die detaillierte Amphetamin-Auswertung 2025 kann dem angehängten Bericht entnommen werden. 

Wichtigste Erkenntnisse 2025:

– Der Amphetamingehalt der im DIZ abgegebenen Proben bewegt sich seit 2018 relativ stabil im Bereich von 58 % bis rund 68 %. Nach dem Rekordwert des Vorjahres (67.9 %)zeigt sich im Jahr 2025 ein leichter Rückgang, und der durchschnittliche Wirkstoffgehalt liegt bei 62.7 %.

 

– Weiterhin weist ein beträchtlicher Anteil der Proben (rund 45 %) sehr hohe Wirkstoffgehalte von über 80 % bis 100 % auf, auch wenn dieser Anteil im Vergleich zum Vorjahr leicht abgenommen hat. Gleichzeitig ist der Anteil an Proben mit weniger als 40 % Amphetamin – rund 30 % – angestiegen. Besonders hervorzuheben ist die Zunahme der Proben mit unter 20 % Wirkstoffgehalt, deren Anteil sich im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt hat. Die grosse Spannbreite der Wirkstoffgehalte zeigt, dass die Qualität der Substanzen weiterhin starkvariieren kann.

 

– Koffein und Syntheseverunreinigungen gehören nach wie vor zu den am häufigsten detektierten Substanzen in Amphetaminproben. Zu beachten ist dabei, dass sich viele Amphetaminkonsument*innen die schnell eintretende und starke Wirkung des Koffeins gewöhnt sind und in der Beratung eine mit Koffein gestreckte Probe vor der Analyse häufig als «sehr stark» deklarieren. Damit besteht die Gefahr, dass Konsument*innen beim Konsum von reinem Amphetamin aufgrund der subtileren und später eintretenden Wirkung dieser Proben überdosieren. Koffein war 2025 leichtvermehrt, in 48.2 % der Proben enthalten.

 

– Eine positive Entwicklung zeigt sich im Bereich der Syntheseverunreinigungen. Diese wurden 2025 in 16.8 % der Proben nachgewiesen – dem tiefsten Wert der vergangenen zehn Jahre. Dies könnte auf Verbesserungen in den Herstellungsprozessen hinweisen. Gleichzeitig bleibt zu beachten, dass auch wenige Syntheseverunreinigungen relevante gesundheitliche Effekte haben können. Auffällig ist zudem, dass die Anzahl der Verunreinigungen pro Probe abgenommen hat. Besonders Proben mit mehr als drei unterschiedlichen Verunreinigungen waren deutlich seltener.

 

– Der Anteil der Proben mit bis zu zwei Syntheseverunreinigungen blieb im Vergleich zum Vorjahr weitgehend stabil. Die verbreitete Annahme, dass pastenförmiges Amphetamin besonders hochwertig sei, bestätigt sich weiterhin nicht.

 

– Deutlich rückläufig waren 2025 Proben mit 2‑PEA‑Anteilen. Diese reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr von zehn Proben auf eine Probe.

 

– Die Anzahl der Falschdeklarationen stieg im Jahr 2025 wieder an. Unter anderem wurde eine Probe (weisses Pulver), die als Amphetamin verkauft wurde, als Heroin identifiziert. Solche Fälle zeigen, dass eine Drug-Checking-Analyse der Substanzen – sofern möglich – sinnvoll ist. Wenn kein Drug Checking in Anspruch genommen werden kann, kann das vorsichtige Antesten einer kleinen Menge helfen, das Risiko unvorhergesehener Wirkungen zu reduzieren.

Weitere Informationen zu Amphetamin finden Sie auf unserer Webseite hier.

Die hier veröffentlichten Ergebnisse sind nicht repräsentativ für den Substanzmarkt der Stadt Zürich.

Gute Feiertage!

Download

Artikel von

Erwähnte Substanzen

Passende Warnungen

Das könnte dich auch interessieren