
2025 wurden im Drogeninformationszentrum (DIZ) Zürich insgesamt 373 Cannabisproben zur Analyse abgegeben. Bei 195 Probenhandelte es sich um Cannabis-Blüten, bei 136 Proben um Haschisch und bei 45 Proben um andere Cannabisprodukte wie Öle, Liquids, Edibles und Dabs (Cannabiskonzentrat).
Synthetische Cannabinoide
2025 waren 15 (4.0 %) aller Cannabisproben, die im DIZ zur Analyse abgegeben wurden, mit mindestens einem synthetischen Cannabinoid versetzt. Im Jahr 2024 waren 15 (3.6 %) und 2023 noch 19 (4.7 %) aller Cannabisproben, die im DIZ zur Analyse abgegeben wurden, mit mindestens einem synthetischen Cannabinoid versetzt.
Halbsynthetische Cannabinoide
2025 wurden im DIZ 30 Proben mit Delta-8 und eine Probe mit HHC getestet. ∆8-THC kommt, wenn überhaupt, nur in sehr geringen Mengen als natürliches Cannabinoid in der Hanfpflanze vor. Da in einigen Proben jedoch eine auffallend hohe Konzentration von ∆8-THC analysiert wurde, besteht der Verdacht, dass dieses auf nicht natürlichem Weg bzw. nachträglich auf CBD-Blütenaufgetragen wurde. Dieser Verdacht wird, durch den häufig gleichzeitig hohen gemessenen CBD-Wert erhärtet.
Die detaillierte Cannabis-Auswertung 2025 kann dem angehängten Bericht entnommen werden. Dies sind die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Jahr 2025:
– Die Anzahl analysierter Proben nahm zu den Vorjahren mit 373 etwas ab.
– Cannabis in Blütenform weist nach wie vor einen sehr geringen CBD-Anteil auf. Da eine protektive Wirkung von CBD vermutet wird (Verminderung der unerwünschten Wirkungen von THC), ist dies aus Sicht der Schadensminderung problematisch. Es wird empfohlen, insbesondere bei Cannabis mit sehr hohem THC-Anteil, dieses mit CBD-Cannabis zu vermischen.
– Der durchschnittliche THC-Gehalt in den Proben zeigt sich Jahr für Jahr leichtsteigend.
– Wiederum wurden vermehrt Proben mit halbsynthetischen Cannabinoiden (∆8-THC und HHC) abgegeben. Gesamthaft wurden 31 Fälle registriert.
– In den letzten Jahren kam es im Cannabis-Drug-Checking zu einem stetigen Anstieg von alternativen Darreichungsformen (Dab, Vape usw.) Dieses Jahr machten die Proben, die nicht Haschisch oder Blüten waren, einen Anteil von knapp 12.1 % aus.
– Verdachtsfälle auf synthetische Cannabinoide sind rückläufig, die Einschätzung der Konsument*innen zeigt sich zudem als präziser. 2022 wurden 90 Proben mit Verdacht abgegeben, 2023 waren es 64 und dieses Jahr 73. Markant gestiegen sind dabei die bestätigten Verdachtsfälle. 2022 haben sich nur 5.5 % der Verdachtsfälle bestätigt. 2023 waren es ganze 23.4 %. Letztes Jahr hat sich diese hohe Quote mit knapp 11 % etwas relativiert und zeigte sich 2025 mit 9.6 % in einem ähnliches Bereich. Das deutet darauf hin, dass sich die Konsument*innen einerseits der Möglichkeit einer Verunreinigung bewusst sind, andererseits die Symptome synthetischer Cannabinoide genauer bestimmen können. Es deutet aber auch darauf hin, dass sich die verunreinigten Proben teilweise nur schwer von sehr potentem Cannabis unterscheiden lassen.
– Das Einhalten der Safer-Use-Regeln ist bei diesem dynamischen Cannabis-Markt nach wie vor sehr wichtig.
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Die hier veröffentlichten Ergebnisse sind nicht repräsentativ für den Substanzmarkt der Stadt Zürich.