
2025 wurden im Drogeninformationszentrum Zürich (DIZ) und bei den mobilen Drug Checkings insgesamt 1731 als Kokain deklarierte Proben zur Analyse abgegeben. 1602 dieser Proben wurden im Rahmen des ambulanten Drug Checking, 78 im Rahmen der neun mobilen Party Drug Checkings und 51 im Rahmen der vier mobilen K&A Drug Checkings abgegeben.
Der durchschnittliche Kokaingehalt der im DIZ und bei den mobilen Drug Checkings analysierten Proben betrug 2025 87.3 % Kokain*HCl. Im Vergleich zum Vorjahr ist eine Zunahme des durchschnittlichen Wirkstoffgehalts in Höhe von 5.5 % festzustellen.
9 von 10 analysierten Proben enthielten einen Kokaingehalt zwischen 80.1 und 100%.
2025 enthielten 14.6 % der als Kokain deklarierten Proben zusätzlich zu Kokain mindestens eine pharmakologisch wirksame Substanz. Damit geht der Anteil unerwarteter Inhaltstoffe im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurück. Dies entspricht, mit Ausnahme des Jahres 2024, dem Langzeit-Trend des Rückgangs unerwarteter pharmakologisch wirksamen Substanzen in Kokainproben.
In den vergangenen 10 Jahren war Levamisol die häufigste unerwartete pharmakologisch wirksame Substanz in Kokainproben. Die Anzahl der mit Levamisol gestreckten Proben nahm in diesem Zeitraum stetig ab (mit einer leichten Zunahme 2020). 2025 wurde Levamisol in 4.3 % der Kokainproben festgestellt. Dies entspricht erneut einem deutlichen Rückgang zum Vorjahr.
2024 waren erstmals Lokalanästhetika die am häufigsten analysierten unerwarteten pharmakologisch wirksamen Substanzen. 2025 ist wie im Vorjahr das Lokalanästhetikum Procain die am häufigsten analysierte unerwartete Substanz. In 6.0 % aller Kokainproben wurde Procain festgestellt. Dies entspricht einem Rückgang von 15.3 %.
Die detaillierte Kokain-Auswertung 2025 kann dem angehängten Bericht entnommen werden. Dies sind die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Jahr 2024:
– Der durchschnittliche Kokaingehalt lag 2025 im DIZ bei rekordhohen 87.3 %. Damit setzt sich (nach einem leichten Rückgang 2024) ein langjähriger Trend fort. Dieser Trend ist europaweit zu beobachten und ist au f die rekordhohen Anbaumengen in den Herkunftsländern von Kokain zurückzuführen.
– Entsprechend lag die Anzahl Proben mit einer unerwarteten pharmakologisch wirksamen Substanz («Streckmittel») 2025 auf einem Rekordtief. Während 2016 noch jede zweite Probe unerwartete Substanzen enthielt, waren diese 2025 nur noch in jeder siebten Probe zu finden.
– Wie auch im Vorjahr war auch 2025 Procain die häufigste unerwartete pharmakologisch wirksame Substanz in Kokainproben. Der Anteil ging jedoch deutlich zurück: der prozentuale Anteil beträgt nur noch einen Drittel des Anteils von 2024.
– Kokain ist eine Substanz mit einem hohen Schädigungs- und Abhängigkeitspotenzial. Aus dem Trend, dass Kokain immer weniger Streckmittel enthält, darf auf keinen Fall gefolgert werden, dass der Konsum unbedenklich ist.
– Wenn Konsument*innen den Wirkstoffgehalt des von ihnen erworbenen Kokains nicht kennen, können sie die Risiken beim Konsum kaum senken. Deshalb empfiehlt es sich, wenn immer möglich ein Drug Checking zu nutzen.
Weitere Informationen zu Kokain finden Sie auf unserer Webseite hier. Die hier veröffentlichten Ergebnisse sind nicht repräsentativ für den Substanzmarkt der Stadt Zürich.