Zunahme von Synthesenebenprodukten und synthetischen Cathinonen in MDMA Proben

2025 wurden im Drogeninformationszentrum (DIZ) Zürich 690 als MDMA deklarierte Proben analysiert. Bei 322 handelt es sich um als MDMA deklarierte Pillen. 262 davon wurden im Rahmen des ambulanten Drug Checkings im DIZ getestet, 60 im Rahmen der neun mobilen Drug Checkings, die 2025 in der Stadt Zürich durchgeführt wurden. Weiter wurden im letzten Jahr im DIZ 367 kristalline MDMA-Proben zur Analyse abgegeben. 308 davon wurden im Rahmen des ambulanten Drug Checkings im DIZ getestet, 59 im Rahmen der neun mobilen Drug Checking Einsätze.

Die detaillierte MDMA-Auswertung 2025 kann dem angehängten Bericht entnommen werden. Dies sind die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Jahr 2025:

Generell

– MDMA bleibt wie in den Jahren zuvor eine der meistgetesteten Substanzen.

– Sowohl bei Pillen als auch bei kristallinen Proben nahm die Anzahl Proben mit unerwarteten pharmakologisch wirksamen Substanzen zu. Im Vergleich zu den letzten 10 Jahren ist die Menge an unerwarteten pharmakologisch wirksamen Substanzen sowohl bei Pillen als auch bei kristallinen Proben verhältnismässig hoch.

MDMA-Pillen

– Der MDMA-Gehalt in MDMA-Pillen ist mit 173.7 mg sehr nahe an den Werten des letzten Jahres und liegt im Durchschnitt der letzten 10 Jahre.

– 92.2 % aller getesteten Pillen sind hochdosiert (über 120 mg MDMA pro Pille). Knapp jede vierte aller getesteten Pillen ist sogar extrem hochdosiert (über 200 mg MDMA pro Pille).

– 13 % aller getesteten Pillen enthielten neben oder anstelle von MDMA einen uner-warteten psychoaktiven Inhaltstoff. Dies stellt den Höchstwert der vergangenen 10 Jahre dar. Es gab keine neuen unerwarteten Substanzen, sondern eine Zunahme von allen aus den vergangenen Jahren bereits bekannten unerwarteten Substanzen. Die deutlichsten Anstiege gab es bei Amphetamin, Koffein und Ketamin.

– Im Gegensatz zu den kristallinen Proben kamen synthetische Cathinone nur vereinzelt vor.

MDMA-Kristalle

– Der durchschnittliche MDMA-Gehalt bleibt wie in den Vorjahren gewohnt hoch.

– Jede zehnte Probe enthielt neben oder anstelle von MDMA unerwartete pharmakologisch Wirksame Substanzen.

– Die Anzahl Proben mit Syntheseverunreinigungen ging zurück

– Neu sind synthetische Cathinone die am häufigsten vorkommenden unerwarteten Substanzen. In den meisten Fällen handelte es sich dabei um Falschdeklarationen, also Proben, die gar kein MDMA enthielten. Das synthetische Cathinon 4-CMC ist die am häufigsten vorkommende unerwartete Substanz in kristallinen MDMA Proben.

Weitere Informationen zu MDMA finden Sie auf unserer Webseite hier.

Die hier veröffentlichten Ergebnisse sind nicht repräsentativ für den Substanzmarkt der Stadt Zürich.

Gute Feiertage!

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