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NEP (N-Ethylpentedron) und NEH (N-Ethylhexedron) sind Neue Psychoaktive Substanzen und gehören zu den synthetischen Cathinonen. Sie wirken bereits in tiefen Dosierungen. Die Wirkung beider Substanzen wird als antriebssteigernd, fokussiert und aufputschend beschrieben. Im Vergleich mit bekannten Cathinonen wie 3-MMC oder 4-MMC (Mephedron) wird der Rausch oft als "kälter" und funktionaler erlebt.

Wirkung

Dosierung

Risiken

Safer Use

Mischkonsum

Sex

Streckmittel

LSD-Analoga

Syntheseverunreinigungen

Inhalt

Wirkung

Die Wirkung wird als stark aufputschend, stimmungshebend und antriebs- und konzentrationssteigernd beschrieben. Beide Substanzen sorgen im Gehirn dafür, dass die Botenstoffe Dopamin und Noradrenalin länger wirken können. Dies führt zu der stark stimulierenden Wirkung, die oft als eine Mischung zwischen Amphetamin und Kokain beschrieben wird. Auf den Botenstoff Serotonin wirken sie nur schwach, weshalb das «Verbundenheitsgefühl» wie bei MDMA weitgehend fehlt. Gemäss Konsumberichten führt die Wirkung zu einer gesteigerten Gesprächigkeit, einer höheren Selbstsicherheit und einem gesteigerten sexuellen Verlangen. Typisch für beide Stoffe ist ein sehr starkes Verlangen nachzulegen, besonders beim Schnupfen.

Dauer

Wirkungseintritt:
Geschnupft: nach wenigen Minuten
Geschluckt: nach 20-60 Minuten

Wirkdauer
Geschnupft: ca. 2-4 Stunden
Geschluckt: ca. 4-6 Stunden


Gemäss User*innenberichten dauert die aufputschende und stimulierende Wirkung, besonders wenn nachgelegt wird, deutlich länger und führt oft zu Einschlafproblemen

Dosierung

Die folgenden Angaben stammen aus Erfahrungsberichten von Konsumierenden und sind nicht wissenschaftlich abgesichert. Beide Substanzen wirken bereits in kleinen Mengen. Der Abstand zwischen der erwünschten Wirkung und unangenehmen Nebenwirkungen ist klein. Dosiere entsprechend niedrig und taste dich vorsichtig heran.


NEP (geschnupft)
Leicht: 10-20 mg
Mittel: 20-40 mg
Stark: 40-60 mg

NEP (geschluckt)
Leicht: 10-25 mg
Mittel: 25-40 mg
Stark: 40-60 mg

NEH (geschnupft)
Leicht: 15-30 mg
Mittel: 30-40 mg
Stark: 40-50 mg

Zum Schlucken von NEH liegen kaum verlässliche Angaben vor. Taste dich hier besonders vorsichtig heran. Über die rektale, gerauchte oder intravenöse Konsumform beider Substanzen sind keine Belege vorhanden. Diese Konsumformen sollten vermieden werden. Falls du sie trotzdem ausprobierst, dosiere möglichst niedrig (ca. 50% der geschnupften Menge)

Erscheinungsformen:
Kristallines, weisses bis gelbliches Pulver, seltener in Kapsel- oder Tablettenform.

Risiken

Schon in tiefen Dosierungen können NEP und NEH den Puls deutlich erhöhen. Weitere Nebenwirkungen können erhöhter Blutdruck, Herzrhythmusstörungen, verengte Blutgefässe mit kalten Händen und Füssen, Austrocknung, Mundtrockenheit, vermehrtes Schwitzen, Zähneknirschen, Appetitlosigkeit, vorübergehende Erektionsstörungen sowie Unruhe, Angst und Paranoia (starkes Misstrauen bis Verfolgungsangst) sein. Bei hohen Dosen oder längerem Konsum sind psychotische Zustände (Verlust des Realitätsbezugs mit Wahn oder Halluzinationen) möglich.

Besonders ausgeprägt ist das Verlangen nachzulegen ("Craving"), vor allem beim Schnupfen. Dadurch wird häufig zu schnell und zu viel nachgelegt, was die Nebenwirkungen verstärkt und das Suchtpotential erhöht. Das Runterkommen kann mit Angst, gedrückter Stimmung, Reizbarkeit, Kopfschmerzen und Antriebslosigkeit einhergehen. Viele Konsumierende berichten von lang anhaltenden Einschlafproblemen nach dem Konsum.

NEP und NEH sind kaum erforschte Neue Psychoaktive Substanzen. Wie sie genau im Körper wirken und welche Langzeitfolgen möglich sind, ist wenig bekannt. Der aktuelle Stand des Wissens beruht fast ausschliesslich auf Berichten von Konsumierenden.

Safer Use

  • Über Cathinone gibt es nur wenig Wissen. Beim Konsum lässt du dich somit auf unbekannte Risiken ein.
  • NEP und NEH werden aktuell sehr häufig als 3-MMC oder 4-MMC verkauft. Da beide Substanzen bereits in tieferen Dosierungen wirken, kann es dabei unbemerkt zu einer Überdosierung kommen. Drug Checking kann helfen, die tatsächliche Substanz und ihre Reinheit zu bestimmen. Falls ein Drug Checking nicht möglich ist und du trotzdem konsumieren willst, taste dich anhand von kleinen Mengen an die erwünschte Dosis heran.
  • Wenn du dich für den Konsum entscheidest, informiere dich so gründlich wie möglich über die konkrete Substanz und die entsprechende Dosierung - beachte auch bei Neuen Psychoaktiven Substanzen deine Grundstimmung und das Umfeld, in dem du konsumierst (Set und Setting).
  • Kaufe kein Produkt mit Fantasienamen ohne Deklaration des Inhaltsstoffs. Legal heisst nicht ungefährlich.
  • Informiere deine Freund*innen darüber, was und wie viel du konsumiert hast.
  • Trinke ausreichend alkoholfreie Getränke und gehe zwischendurch an die frische Luft.
  • Akzeptiere, wenn die Wirkung zu Ende geht, lege nicht gleich nach. Das Verlangen nachzulegen ist bei NEP und NEH besonders stark ausgeprägt, vor allem beim Sniffen.
  • Plane den Tag danach ein. Die Wachphase hält meist deutlich länger an als die eigentliche Wirkung, Einschlafprobleme über viele Stunden sind die Regel. Konsumiere darum nicht vor Tagen mit Verpflichtungen und schaffe dir ruhige Bedingungen zum Runterkommen.
  • Mache regelmässig Konsumpausen damit sich der Körper erholen kann und um einer Suchtentwicklung entgegenzuwirken. Der ausgeprägte Nachlegedrang und die langen Sessions machen NEP und NEH besonders anfällig für eine Suchtentwicklung.
  • Personen mit Bluthochdruck, Herzproblemen, Schilddrüsenüberfunktion, Leber- und Nierenerkrankungen oder Kreislaufproblemen sollten keine stimulierenden Neuen Psychoaktiven Substanzen einnehmen.
  • Mischkonsum

    Kokain
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  • Der Mischkonsum von NEP oder NEH mit Amphetamin, Kokain, MDMA, Methamphetamin oder anderen aufputschenden Substanzen kann das Herz-Kreislauf-System stark belasten und das Risiko für einen Kreislaufkollaps erhöhen. Zudem besteht bei diesen Kombinationen ein erhöhtes Risiko für verstärkte innere Unruhe, wie es für den Mischkonsum mehrerer aufputschender Substanzen («Upper + Upper») typisch ist. Auch die Einschlafprobleme verlängern sich dadurch deutlich.
  • NEP oder NEH und GHB/GBL: Diese Substanzen können Teile ihrer Wirkung gegenseitig überdecken. Wenn die stimulierende Wirkung nachlässt, kann die dämpfende Wirkung von GBL/GHB unerwartet stark werden. Dadurch besteht ein erhöhtes Risiko für eine starke Sedierung bis hin zu Bewusstseinsverlust. Zudem kann die angstlösende Wirkung von GBL/GHB Nebenwirkungen eines überhöhten Konsums vorübergehend abschwächen. Dies kann dazu führen, dass mehr konsumiert wird als beabsichtigt, was das Risiko für unerwünschte sowie gesundheitsschädliche Wirkungen zusätzlich erhöht.
  • Alkohol und Benzodiazepine werden häufig eingesetzt, um nach dem Konsum einschlafen zu können. Diese Kombination ist riskant, weil die aufputschende Wirkung die dämpfende überdeckt und dadurch leicht zu viel konsumiert wird. Bei Benzodiazepinen kommt ein hohes Abhängigkeitspotential dazu, das durch den regelmässigen Gebrauch als Einschlafhilfe zusätzlich begünstigt wird.
  • Cannabis kann die psychotischen Wirkungen von NEP und NEH verstärken. Dadurch besteht ein erhöhtes Risiko für unangenehme Gedanken, Angstgefühle oder paranoide Zustände.
  • Der Mischkonsum mit 25x-NBOMe und 25x-NBOH kann zu einer übermässigen Stimulation führen mit Panikattacken, Krampfanfällen, Gedankenkreisen, erhöhtem Blutdruck und Gefässverengung und kann in schweren Fällen zu Herzversagen führen.
  • Nimm kein Tramadol, wenn du Stimulanzien konsumierst. Tramadol und Stimulanzien können beide Schlaganfälle auslösen, wodurch sich das Risiko kumuliert.
  • Weitere potentiell gesundheitsschädigende Kombinationen sind nicht ausgeschlossen, da keine wissenschaftlich fundierten Informationen zu Wechselwirkungen mit Cathinonen vorliegen.
  • Streckmittel

    NEP und NEH werden derzeit häufig fälschlicherweise als 3-MMC oder 4-MMC verkauft. Wer 3-MMC oder 4-MMC erwartet, konsumiert also möglicherweise unbemerkt eines dieser beiden stärkeren Cathinone und nimmt dadurch ungewollt zu viel. Hintergrund ist der seit 2022 unbeständige Cathinon-Markt, auf dem laufend günstige, wenig erforschte Stoffe unter dem Namen bekannterer Substanzen verkauft werden. Verlässlich feststellen lässt sich der tatsächliche Inhalt nur über ein Drug Checking. Lass deine Substanzen darum unbedingt analysieren.

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    Notfall

    Wenn Du oder jemand anderes nach der Einnahme von Drogen oder Alkohol dringend Hilfe benötigt, rufe unter 144 einen Notarzt. Sag den Nothelfern alles, was Du weisst.
    Es könnte Leben retten.

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