Schnellinfo

2-MMC ist ein synthetisches Cathinon der Gruppe der Amphetamine und nahe mit Mephedron/4-MMC verwandt. Die Substanz wurde nach dem Verbot von 4-MMC als legale Alternative entwickelt und gehört zu den wenig erforschten Neuen Psychoaktiven Substanzen. In der Zwischenzeit ist auch 2-MMC in den meisten Ländern verboten worden. Über Wirkmechanismen, Toxizität und Langzeitfolgen liegen bislang kaum wissenschaftliche Erkenntnisse vor. Der aktuelle Wissensstand stützt sich überwiegend auf Erfahrungsberichte von Konsumierenden. Der Konsum ist daher mit hohen Unsicherheiten verbunden.

Wirkung

Dosierung

Risiken

Safer Use

Mischkonsum

Sex

Streckmittel

LSD-Analoga

Syntheseverunreinigungen

Inhalt

Wirkung

Die Wirkung von 2-MMC (2-Methylmethcathinon) wird als euphorisierend, stimulierend, aktivierend und leicht empathogen beschrieben. Im Vergleich zu 3-MMC oder 4-MMC wird 2-MMC häufig als weniger empathogen (geringeres „Verbundenheitsgefühl“ wie bei MDMA), dafür jedoch als stärker stimulierend und fokussierender beschrieben. Die euphorische Wirkung fällt meist kürzer aus, während die anregende Komponente deutlicher im Vordergrund steht. Bei 2-MMC wird zudem oft eine libidosteigernde Wirkung beschrieben, weswegen die Substanz auch im sexuellen Kontext angewandt wird.

Aufgrund der kurzen Wirkdauer ist bei 2-MMC und anderen Cathinonen das Craving besonders beim nasalen Konsum stark ausgeprägt. Das Abhängigkeitspotential ist deutlich höher als bei anderen Empathogenen wie beispielsweise MDMA oder Methylon.

Dauer

Wirkungseintritt
Geschnupft: nach 5-15 Minuten
Geschluckt: nach 15 -45 Minuten

Wirkdauer
Geschnupft: 1.5 -3 Stunden
Geschluckt: 2-4 Stunden

Nachwirkungen („Downphase“) können 6–24 Stunden anhalten.

Dosierung

Geschnupft

Leicht: 20- 50 mg
Mittel: 50- 100 mg
Stark:  100- 150 mg

Geschluckt
Leicht: 50–100 mg
Mittel: 100–150 mg
Stark: 150–250 mg

Diese Dosierungsangaben stammen aus Konsumentenberichten und sind nicht wissenschaftlich validiert. Die individuelle Wirkung kann stark variieren.

Über den intravenösen, rektalen und inhalativen Konsum ist kaum etwas bekannt. Diese Konsumformen sollten vermieden werden. Falls du trotzdem eine dieser Konsumformen ausprobierst, dosiere möglichst niedrig.

Erscheinungsformen: Weisses bis beiges kristallines Pulver

Risiken

Der Mischkonsum mit anderen Substanzen kann das Risiko deutlich erhöhen. Besonders gefährlich sind Kombinationen mit:

  • anderen Stimulanzien (z. B. Amphetamin, Kokain, MDMA, 4-FA, Methamphetamin, Methylon): stark erhöhte Kreislaufbelastung
  • MAO-Hemmern oder SSRIs: Gefahr eines lebensgefährlichen Serotoninsyndroms
  • Alkohol oder Benzodiazepinen(z. B. Diazepam, Alprazolam): zusätzliche Belastung für Herz-Kreislauf-System und Leber
  • Ketamin oder GHB/GBL: unberechenbare Wirkungsverstärkung und Kontrollverlust
  • Tramadol: erhöhtes Risiko fürKrampfanfälle und Schlaganfälle
  • 25x-NBOMe oder 25x-NBOH (hochpotente, serotonergwirkende Halluzinogene): starke Überstimulation mit Panikattacken, Krampfanfällen, Bluthochdruck und Gefässverengung, in schweren Fällen Herzversagen möglich.

Weitere potentiell gesundheitsschädigende Kombinationen sind nicht ausgeschlossen, da keine wissenschaftlich fundierten Informationen zu Wechselwirkungen mit Cathinonen vorliegen.‍

Safer Use


    • Über Cathinone gibt es nur wenig Wissen. Beim Konsum lässt du dich somit auf unbekannte Risiken ein.
    • In den Drug Checking-Angeboten werden sehr viele gefälschte Cathinon- Proben getestet. Lass die Substanz in einem Drug Checking analysieren. Falls dies nicht möglich ist und du trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen an die erwünschte Dosis heran.
    • Wenn du dich für den Konsum entscheidest, informiere dich so gründlich wie möglich über die konkrete Substanz und die entsprechende Dosierung - beachte auch bei NPS deine Grundstimmung und das Umfeld, in dem du konsumierst (Set und Setting).
    • Kaufe kein Produkt mit Fantasienamen ohne Deklaration des Inhaltsstoffs.
    • Informiere deine Freund*innen darüber, was und wie viel du konsumiert hast.
    • Verzichte auf Mischkonsum, da Wechselwirkungen gefährlich und unerforscht sind.
    • Personen mit Bluthochdruck, Herzproblemen, Schilddrüsenüberfunktion, Leber- und Nierenerkrankungen oder Kreislaufproblemen sollten keine Neue Psychoaktiven Substanzen einnehmen.
    • Oral statt nasal konsumieren, um den Nachlegedrang zu verringern (Beachte dabei Unterschiede bei Dosierung und Wirkungseintritt)

  • Weitere Safer Use Botschaften findest du hier: Safer Use

  • Mischkonsum

    Der Mischkonsum mit anderen Substanzen kann das Risiko deutlich erhöhen. Besonders gefährlich sind Kombinationen mit:

    • anderen Stimulanzien (z. B. Amphetamin, Kokain, MDMA, 4-FA, Methamphetamin, Methylon): stark erhöhte Kreislaufbelastung
    • MAO-Hemmern oder SSRIs: Gefahr eines lebensgefährlichen Serotoninsyndroms
    • Alkohol oder Benzodiazepinen(z. B. Diazepam, Alprazolam): zusätzliche Belastung für Herz-Kreislauf-System und Leber
    • Ketamin oder GHB/GBL: unberechenbare Wirkungsverstärkung und Kontrollverlust
    • Tramadol: erhöhtes Risiko fürKrampfanfälle und Schlaganfälle
    • 25x-NBOMe oder 25x-NBOH (hochpotente, serotonergwirkende Halluzinogene): starke Überstimulation mit Panikattacken, Krampfanfällen, Bluthochdruck und Gefässverengung, in schweren Fällen Herzversagen möglich.

    Weitere potentiell gesundheitsschädigende Kombinationen sind nicht ausgeschlossen, da keine wissenschaftlich fundierten Informationen zu Wechselwirkungen mit Cathinonen vorliegen.‍

    Kokain
    No items found.
    No items found.

    Streckmittel

    Seit dem Jahr 2023 sind synthetische Cathinone wie 2-MMC und 3-MMC in der Partyszene wieder vermehrt im Umlauf. In den Drug-Checking-Angeboten in der Schweiz wird aktuell eine zunehmende Zahl an Proben mit vermeintlichem 3-MMC oder 2-MMC abgegeben.

    Die Analyseresultate zeigen, dass bis zu 75% dieser Proben nicht den erwarteten Wirkstoff enthalten. Häufig werden unerforschte oder günstig hergestellte neue psychoaktive Substanzen(NPS) wie 3-CMC,4-CMC, 2-MEC oder Dimethylpentylon (N,N-Dimethylpentylon) als „2-MMC“ oder „3-MMC“ verkauft.

    Neben solchen Fehldeklarationen treten in vielen Proben auch Synthesenebenprodukte und Rückstände aus der Herstellung auf. Diese entstehen durch unzureichende Reinigung oder unsachgemässe Syntheseschritte und können gesundheitlich riskant sein.

    No items found.
    No items found.
    No items found.

    Notfall

    Wenn Du oder jemand anderes nach der Einnahme von Drogen oder Alkohol dringend Hilfe benötigt, rufe unter 144 einen Notarzt. Sag den Nothelfern alles, was Du weisst.
    Es könnte Leben retten.

    Wissenswertes

    Aktuelle Warnungen

    Beratungsangebot